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Deine Chance. Dein Beruf. hgs bildet.

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Willkommen in der Hermann-Gundert-Schule,
unserer modernen Schule in Calw

Unsere Schule vermittelt den ihr anvertrauten
jungen Menschen bestmögliche Bildung in einer
guten Atmosphäre.
Weiterhin ist es unser Anspruch, in einer
globalisierten Welt gezielt individuelle Stärken
zu fördern und eine entsprechende Qualifikation
zu ermöglichen.

Ansprechpartner der Hermann-Gundert-Schule

Schulleitung


Manfred Füssinger
, E-Mail >
Schulleiter
Oberstudiendirektor

Tel.:(07051) 965 -301

Ralf Dieter Seitz, E-Mail >
Stellvertretender Schulleiter
Studiendirektor

Tel. (07051) 965 -302

Abteilungsleitung


Markus Kersten,
E-Mail >

Studiendirektor

Abteilungsleitung Berufsfachschulen,
VAB/BEJ, VABO

Tel. (07051) 965 -304


Bernd Jütten,
E-Mail >

Oberstudienrat

Abteilungsleitung Berufsschule & Berufskollegs

Tel. (07051) 965 -305


Jürgen Traudt,
E-Mail >

Studiendirektor

Abteilungsleitung Berufliche Gymnasien

Tel.:(07051) 965 -306

Sekretariat


Tabea Haisch
, E-Mail >

Tel.:(07051) 965 -301

Kathrin Bastian, E-Mail >

Tel. (07051) 965 -400

Kontakt

Hermann-Gundert-Schule Calw

Kaufmännische und
Hauswirtschaftliche
Schulen im

Beruflichen Schulzentrum
des Landkreises Calw

Oberriedter Straße 10
75365 Calw

Telefon (07051) 965 -300
Telefax (07051) 965 -290
E-Mail info@verwaltung-hgs-calw.de

Hermann Gundert

Namensgeber unseres Hauses


Hermann Gundert (1814-1893) arbeitete 23 Jahre lang als Sprachwissenschaftler und Missionar in Südindien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland leitete er den 'Calwer Verlagsverein' in Calw.

Leben

Hermann Gundert wurde am 4. Februar 1814 in Stuttgart geboren. Er erhielt seine Ausbildung an der Lateinschule in Stuttgart und im Seminar Maulbronn. Anschließend studierte er an der Universität Tübingen Philosophisowie evangelische Theologie und wurde zum Dr. phil.promoviert.

1836 reiste er als Hauslehrer über England nach Südindien aus. Dort lernte Gundert bei Carl T. E. Rhenius (1790-1838) die südindischen Sprachen, deren sprachwissenschaftliche Bearbeitung sowie die Missions- und Schularbeit kennen. Nach seiner Heirat mit Julie Dubois aus der französischen Schweiz schloss sich Gundert 1838 der Basler Mission an und nahm die Arbeit an der Südwestküste Indiens auf. Während seines 23-jährigen Aufenthalts, den er vor allem in Kerala verbrachte, widmete er sich neben der Missionstätigkeit in erster Linie dem Studium und der Dokumentation der lokalen Sprache Malayalam sowie der Erforschung des Landes und der Kultur.

1857 wurde er von der britischen Kolonialverwaltung zum Schulinspektor von Kanara und Malabar berufen; damit war er für ein Gebiet verantwortlich, das den Westen von Karnataka und den Norden von Kerala umfasste. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte Hermann Gundert 1859 nach Deutschland zurück. Ab 1860 war er Mitarbeiter des Calwer Verlagsvereins in Calw, den er ab 1862 bis zu seinem Tod am 25.4.1893 leitete. In Calw war er als Autor und Herausgeber indischer und deutscher Veröffentlichungen tätig. Auf seine Nachkommen übte er eine große Faszination aus, insbesondere auf seinen Enkel Hermann Hesse.


Werk

Hermann Gundert hinterließ ein umfangreiches Werk in den Sprachen Deutsch, Englisch, Malayalam und Tamil. Seine große Begabung zeigt sich in den unterschiedlichsten Bereichen. In Kerala ist er vor allem für seine sprachwissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannt, die bis heute als Standardwerke gelten.

Auch sein Beitrag zur Erforschung der südindischen – insbesondere der keralesischen – Geschichte und des Brauchtums genießt hohe Anerkennung. Gundert wird vor allem wegen seiner systematischen wissenschaftlichen Arbeitsweise geschätzt. Darüber hinaus war er für die Veröffentlichung der ersten beiden Malayalam-Zeitschriften verantwortlich. Damit stieß er nicht nur das südindische Zeitungswesen an, sondern erwies sich auch als Wegbereiter der zeitgenössischen Malayalamliteratur.

Der theologische Nachlass Gunderts, seine Bibelübersetzung und Missionstraktate sowie seine Beiträge zur indischen Religions- und Missionsgeschichte sind heute nur noch wenigen bekannt, geben jedoch interessante Einblicke in die damalige Situation.

Hermann Hesse über seinen Großvater

„Er [Hermann Gundert, der Großvater], der Alte, Ehrwürdige, Gewaltige, im weißen Bart, allwissend, mächtiger als Vater und Mutter, er war im Besitz noch ganz anderer Dinge und Mächte, sein war nicht nur das indische Götter- und Spielzeug, all das Geschnitzte, Gemalte, mit Zaubern geweihte, Kokosnussbecher und Sandelholztruhe, Saal und Bibliothek, er war auch ein Magier, ein Wissender, ein Weiser.

Er verstand alle Sprachen der Menschen, mehr als dreißig, vielleicht auch die der Götter, vielleicht auch der Sterne, er konnte Pali und Sanskrit schreiben und sprechen, er konnte kanaresische, bengalische, hindostanische, singhalesische Lieder singen, kannte die Gebetsübungen der Mohammedaner und der Buddhisten, obwohl er Christ war und an den dreieinigen Gott glaubte, er war viele Jahre und Jahrzehnte in den östlichen, heißen, gefährlichen Ländern gewesen, war auf Booten und in Ochsenkarren gereist, auf Pferden und Mauleseln, niemand wusste so wie er Bescheid darum, dass unsere Stadt und unser Land nur ein sehr kleiner Teil der Erde war, dass tausend Millionen Menschen anderen Glaubens waren als wir, andere Sitten, Sprachen, Hautfarben, andere Götter, Tugenden und Laster hatten als wir."

"Ihn liebte, verehrte und fürchtete ich, von ihm erwartete ich alles, ihm traute ich alles zu, von ihm und seinem verkleideten Gotte Pan im Gewand des Götzen lernte ich unaufhörlich.“

(Quelle: Hermann Hesse: Kindheit des Zauberers,
Frankfurt/M. 1974, S. 99f)